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Die „Azubi-Speed-Dating-Days“ fanden in diesem Jahr zum zwölften Mal statt – coronabedingt nicht wie gewohnt mit rund 2.000 Besucherinnen und Besuchern im RheinEnergie-Stadion, sondern mit festgelegten Besuchs-Zeitfenstern im Börsensaal der IHK. Foto: Oliver Güth Photography
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"Dein Morgen beginnt heute!"

Auch nach dem offiziellen Beginn des neuen Ausbildungsjahres können junge Menschen und Unternehmen noch zusammenfinden und in die Ausbildung starten. Die IHK unterstützt sie im „Kölner Sommer der beruflichen Bildung“.

Text: Lothar Schmitz

Die gute Nachricht zuerst: „Zum 30. Juli hatten wir 6.935 neue Ausbildungsverträge im System“, berichtet Carsten Berg, Leiter Ausbildung Operativ der IHK Köln. Ein Plus von rund neun Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat.

Die Zahl der eingetragenen Ausbildungsverhältnisse hinkte wegen der Corona-Pandemie lange Zeit den Vorjahreswerten hinterher, so dass vielfach schon von einer „Ausbildungskrise“ die Rede war. Aber: „Der deutliche Anstieg bei den Ausbildungsverträgen zeigt, dass sich unsere Mühen um die Berufsorientierung und Ausbildungsstellenvermittlung lohnen“, so Carsten Berg.

Kölner Sommer der beruflichen Bildung

Gleichwohl wird die IHK nicht nachlassen, im Gegenteil. Unter dem Motto „Dein morgen beginnt heute!“ (www.ihk-koeln.de/ausbildung2021) hat die IHK ihr Engagement in Sachen Ausbildung nochmals gesteigert. „Wir wollen hervorheben, dass die Region Angebote bereithält“, erklärt Christopher Meier, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK. „Wir schärfen damit den Blick auf die konkreten Ausbildungsmöglichkeiten in unserer regionalen Wirtschaft. Wir sind erst zufrieden, wenn ‚Topf und Deckel‘ zusammengefunden haben.“

Im „Kölner Sommer der beruflichen Bildung“ geht es Schlag auf Schlag. Kurz vor den Sommerferien hieß es zum Beispiel „Zehn Minuten für die Zukunft“: Bei den „Azubi-Speed-Dating-Days“ hatten junge Menschen die Chance, in der IHK Köln Bewerbungsgespräche mit Unternehmen zu führen, die für dieses Jahr noch Ausbildungsplätze frei hatten. Die IHK Köln war damit die erste IHK bundesweit, die nach dem Lockdown wieder ein solches Präsenzformat anbot. 250 junge Leute und 50 Unternehmen nutzten die Chance. Im Angebot hatten sie zum Beispiel Ausbildungsplätze im neuen Beruf „Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement“ oder in den Berufen „Fachinformatiker/-in“, „Berufskraftfahrer/-in“ und „Veranstaltungskaufmann/-frau“.

Von Ferienkursen bis Quick-Start-Service

Parallel hatte die IHK die Leitungen ihrer diesjährigen IHK-Ausbildungs-Hotline freigeschaltet. Vom 21. Juni bis 30. Juli brachte die IHK Köln damit Unternehmen, die noch passende Bewerber:innen suchen, und Ausbildungssuchende zusammen. Ebenfalls im Juli richtete die IHK Sommerferienkurse für ausbildungsinteressierte Jugendliche aus, und wie man Azubis hilft, im Betrieb anzukommen und sich angenommen zu fühlen, war im August Thema eines Webinars der Initiative „Kluge Köpfe bewegen“ mit dem von der IHK geförderten Projekt „Ausbildung 4.0“. Die Webinar-Reihe mit Ausbildungs-Themen wird weiter fortgesetzt (Infos: www.ausbildung40.koeln).

Auch nach dem offiziellen Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. August sind noch viele Ausbildungsplätze zu besetzen. Wegen Corona konnten viele Berufsorientierungsangebote, etwa an Schulen, nicht stattfinden, etliche Jugendliche befanden sich monatelang in einer Art „Warteschleife“. „Unternehmen und Jugendliche, die den 1. August verpasst haben, müssen aber nicht ein Jahr warten“, stellt Carsten Berg klar. „Bis 1. Februar ist noch möglich, gemeinsam in das schöne Abenteuer Ausbildung zu starten.“ Interessierte können sich bei der IHK melden und erfahren alles, was für einen Ausbildungsstart im Spätsommer oder Herbst wichtig ist.

Unterstützung gibt es dabei von der IHK unter anderem durch den „Quick-Start-Service“ (www.ihk-koeln.de/168161). Die Idee: Unternehmen erhalten von der IHK innerhalb von zwei Arbeitstagen eine Erstberatung zu Ausbildung und Fördermöglichkeiten und bekommen – falls gewünscht – auch direkt Vermittlungsvorschläge.

Beratung und Kampagnen im Herbst

Eigentlich endet der Sommer im September. „Aber den ‚Kölner Sommer der beruflichen Bildung‘ definieren wir großzügig“, betont Carsten Berg, „auch im Herbst sorgen wir mit viel Beratung und weiteren Veranstaltungen dafür, dass Betriebe und ausbildungsinteressierte Jugendliche zusammenfinden!“ Wenn nicht direkt zur Ausbildung, dann vielleicht über ein Praktikum – auch hier wird die IHK im Herbst mit einer größeren Kampagne aktiv, damit Schüler:innen und Unternehmen zusammenfinden.

Finde deine #Ausbildung2021mit der IHK Köln
Auch in von Corona geprägten Zeiten bietet die IHK Köln ein vielfältiges Beratungs- und Informationsangebot und Veranstaltungen rund um das Thema Ausbildung.

Ausbildungsstellenvermittlung für Unternehmen und Jugendliche:
WhatsApp: 0173 5487517
Telefon: 0221 1640-6650
Mail: ausbildungsvermittlung@koeln.ihk.de
Weitere Infos und Links: www.ihk-koeln.de/251860

Kommende Veranstaltungen:
Azubi International am 25. August und „#Ausbildung2021 – Best Practice und Technologien“ am 9. September.

Ausbildungsprämie jetzt beantragen
Unternehmen können weitere finanzielle Unterstützung für ihre Ausbildungsleistung beantragen. Die IHK Köln weist darauf hin, dass die entsprechenden Formulare auf der Homepage der Agentur für Arbeit aktualisiert wurden. Konkret geht es um die Förderung durch die „Ausbildungsprämie (plus)“ aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“. Ausbildende Betriebe mit bis zu 499 Mitarbeitenden, die trotz Pandemie ebenso viele Azubis qualifizieren wie in den drei Vorjahren, erhalten für jeden für das Ausbildungsjahr 2021 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 4.000 Euro. Falls sie mehr Auszubildende einstellen, sind es sogar 6.000 Euro.
www.ihk-koeln.de/233420

Ausbildungsprogramm NRW: Land fördert 1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze
In 34 NRW-Städten und -Kreisen, in denen die Lage auf dem Ausbildungsmarkt besonders herausfordernd ist, versuchen ausgewählte Bildungsträger in Zusammenarbeit mit den örtlichen Arbeitsagenturen und Jobcentern, bis zu 1.000 zusätzliche betriebliche Ausbildungsverhältnisse zu akquirieren. Jugendliche, die aufgrund ihrer Voraussetzungen, zum Beispiel schwache Schulnoten, besondere Schwierigkeiten haben, auf dem Ausbildungsmarkt Fuß zu fassen, sollen so die Möglichkeit erhalten, eine Ausbildung aufzunehmen. Im Rahmen des Ausbildungsprogramms NRW fördert das Land in den ersten beiden Jahren die von den Betrieben zu zahlende Ausbildungsvergütung mit 325 Euro pro Monat.
www.mags.nrw/ausbildungsprogramm-nrw

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