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Ein Mikrogasturbinen-Brenner auf dem DLR-Prüfstand. Foto: DLR
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Wie Energieforschung der Industrie nutzt

Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt präsentiert die IHK Köln aktuelle technologische Entwicklungen.

Text: Werner Grosch

Wissenschaft und Wirtschaft sind heute mehr denn je eng verknüpft. Das hat mit der hohen Innovationsdynamik der Unternehmen zu tun, aber auch mit gewachsener Offenheit seitens der Wissenschaft. Diese Verbindung zu stärken und auszubauen, ist eines der Ziele der IHK Köln, die enge Kontakte mit Einrichtungen wie der Technischen Hochschule Köln und auch der Universität zu Köln pflegt. „Die Kernfrage ist immer: Wie können Unternehmen von den Erkenntnissen der Wissenschaft und Forschung profitieren?", sagt Detlef Kürten, Leiter Innovation und Technologie bei der IHK Köln.

Seit Jahren ein wichtiger Partner der IHK Köln ist auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das seine Zentrale in Köln-Porz hat. Gemeinsam mit dem DLR organisiert die IHK jetzt zum dritten Mal eine Veranstaltung zum Thema Energieinnovationen (siehe Infobox). Diesmal geht es um  Energiespeicher und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und die Frage, wie neueste Entwicklungen auf diesem Gebiet optimal in industriellen Prozessen nutzbar sind.

Eingesetzte Energie optimal ausnutzen

Grundsätzlich ist KWK eine hocheffiziente Technik, weil hier nicht nur Strom erzeugt, sondern die entstehende Abwärme ebenfalls genutzt wird. Dadurch erreichen die Anlagen einen hohen Wirkungsgrad, schöpfen also die eingesetzte Primärenergie sehr gut aus. Viele Unternehmen haben bereits entsprechende Anlagen installiert. Noch interessanter auch für kleinere Betriebe wird die Technik durch Mikrogasturbinen, wie sie das DLR-Institut für Verbrennungstechnik bei der Veranstaltung vorstellen wird. Sie sind besonders kompakt, relativ einfach aufgebaut und vielseitig einsetzbar. Mögliche Anwendungen gibt es nicht nur in Krankenhäusern, Bürogebäuden oder Schwimmbädern, sondern auch in Industriebetrieben.

Weitere Themen werden unter anderem Brennstoffzellen-KWKs und thermische Speicher sein. Mit der Veranstaltung möchte die IHK Köln gezielt Unternehmen aus Branchen ansprechen, für die diese Technologien besonders interessant sein können, etwa Chemie, Kunststoff und Metall. „Wir wünschen uns einen intensiven Austausch, aus dem vielleicht das eine oder andere Pilotprojekt entsteht", sagt IHK-Energieexperte Matthias Thome.

IHK arbeitet eng mit Forschungseinrichtungen zusammen

Die Kooperation mit dem DLR ist eines von vielen Beispielen für die Arbeit der IHK Köln im Bereich Wissenstransfer. Unter anderem engagiert sich die IHK auch in der Kölner Wissenschaftsrunde, die schon einige Themenjahre mit zahlreichen Veranstaltungen organisiert hat, beispielsweise 2015 zur Luft- und Raumfahrt in Köln. Außerdem gibt es eine Reihe von direkten IHK-Angeboten für Unternehmen, von der Einzelberatung beispielsweise zu Fördermitteln über Unternehmerfrühstücke in der TH Köln bis hin zu größeren Veranstaltungen.

Für Elisabeth Slapio, Geschäftsführerin Innovation und Umwelt der IHK Köln, liegt hier eine echte Win-Win-Situation vor: „Konkrete und innovative Transferprojekte zwischen Unternehmen und Forschern nutzen uns allen; neue Produkte auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse helfen häufig in unserem Berufs- oder Lebensalltag. Der gegenseitige Austausch ist ein Hinweis auf eine kreative und lebendige Region. Die Kölner Region hat dafür alle Voraussetzungen: erfolgreiche Unternehmen, ideenreiche Forscher und kreative Gründerinnen und Gründer."


Brennstoffzellenforschung am DLR-Institut für Technische Thermodynamik in Stuttgart.
Foto: DLR/Thomas Ernsting

Veranstaltung "Energieinnovationen"

Die Veranstaltung "Energieinnovationen: Zukunft von KWK- und Speichertechnologien - Innovativer Energieeinsatz in industriellen Produktionsprozessen" findet am Dienstag, 13. November 2018, von 14:00 bis 17:00 Uhr bei der Engie Deutschland GmbH in Köln statt. Experten aus verschiedenen DLR-Instituten werden neueste technologische
Entwicklungen und ihre Anwendungsmöglichkeiten vorstellen. Zum Abschluss entwirft Peter Kutne vom DLR-Institut für Verbrennungstechnik gar eine Vision vom „fliegenden Blockheizkraftwerk" als alternativem Antrieb für Flugzeuge.

Wenn Sie an einer Teilnahme interessiert sind, wenden Sie sich bitte an Matthias Thome, Tel. 0221 1640-1513, matthias.thome@koeln.ihk.de
 

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