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Welthandel im Weltwandel

Angesichts der aktuellen Geschehnisse rund um den Globus hätte man für den 10. IHK-Außenwirtschaftstag NRW am 20. September im Aachener Eurogress wohl kaum ein treffenderes Motto wählen können.

So turbulent wie seit einigen Monaten ging es im Welthandel lange nicht zu: Großbritannien verlässt die EU, China und die USA liefern sich einen erbitterten Handelsstreit – und Themen wie Digitalisierung oder Datensicherheit stellen die Unternehmen vor grundsätzliche Herausforderungen. Konsequenterweise stehen alle diese Aspekte im Zentrum des 10. IHK-Außenwirtschaftstages NRW: Welche Risiken bergen die aktuellen Handelskonflikte für deutsche Unternehmen? Wie gelingt trotz des zunehmenden Protektionismus die Erschließung neuer Märkte? Welche Chancen bietet die Digitalisierung international agierenden Betrieben?

Lokales Programm mit globaler Perspektive

Nach der Begrüßung durch den nordrhein-westfälischen Wirtschafts- und Digitalminister Professor Dr. Andreas Pinkwart führt TV-Moderatorin Kay-Sölve Richter durch das facettenreiche Programm. Dass auf den Weltmärkten oftmals mit harten Bandagen gekämpft wird, weiß auch die ehemalige Boxweltmeisterin und heute erfolgreiche Unternehmerin Regina Halmich, die eine Key Note Speech hält. Außerdem wollen renommierte Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen bei einer Podiumsdiskussion ihre weltweit gemachten Erfahrungen teilen, und Repräsentanten der Auslandshandelskammern aus 60 Ländern stehen ganztägig in persönlichen Beratungsgesprächen Rede und Antwort. Darüber hinaus präsentieren etwa 40 Dienstleister während einer parallel laufenden Fachmesse verschiedene Service-Angebote rund um das internationale Geschäft.

Workshops von B wie Brexit bis Z wie Zoll

Einen besonderen Programmpunkt bilden insgesamt neun geplante Workshops, die in drei Blöcken unterschiedliche Schwerpunkte der Außenwirtschaft von B wie Brexit bis Z wie Zoll beleuchten. Der Workshop "Quo vadis, China-Geschäft?" soll zeigen, inwiefern sich deutsche Betriebe vor dem Export-Weltmeister aus Asien in Acht nehmen müssen, der sich längst vom günstigen Produktionsstandort zum ernstzunehmenden Wettbewerber entwickelt hat.

Weitere Workshops widmen sich etwa den gesetzlichen Bestimmungen für Mitarbeiterentsendungen in die Benelux-Staaten und nach Frankreich, der Datensicherheit im internationalen Geschäft oder dem Compliance Management mit ständigen Änderungen der gesetzlichen Vorschriften. Die Teilnehmer des Workshops "E-Commerce International" beschäftigen sich hingegen mit den wachsenden Herausforderungen des grenzüberschreitenden Online-Handels, und die Gruppe "Von Frau Antje zum Digital Dutchman" nimmt die Wirtschafts-Trends aus dem Nachbarland in den Blick.

Über den Umgang mit dem britischen Markt nach dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs diskutieren die Teilnehmer im Gesprächskreis "Brexit: Der Countdown läuft", da Zölle bald wieder eine entscheidende Rolle spielen könnten. Höchste Zeit also, dass elektronische Prozesse den Unternehmern das Leben erleichtern. Wie das funktioniert, erfahren alle Interessenten beim Workshop "Zoll 4.0 – Digitalisierung in der Außenwirtschaft". Und weil gute Geschäftsbeziehungen immer noch ein entscheidendes Kriterium unternehmerischen Erfolgs bilden, stellt sich in der neunten Gruppe die Frage: "Wie gelingt eigentlich internationaler Vertrieb?"

Weitere Informationen rund um den 10. IHK-Außenwirtschaftstag NRW in Aachen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es im Internet: www.ihk-aussenwirtschaftstag-nrw.de

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