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Bild: Paopano/Fotolia
Leben

Unendliche Weiten

Ab Oktober ist Alexander Gerst der erste deutsche Kommandant der Internationalen Raumstation. Wie alle ESA-Astronauten erhielt er seine Ausbildung in Köln, das ein wichtiges Raumfahrtzentrum in Europa ist.

Text: Werner Grosch

Schwerelos im Wasser
Das Europäische Astronautenzentrum (EAC) in Köln-Porz ist für die Auswahl europäischer
Astronauten und ihre Ausbildung verantwortlich. Zum Trainingszentrum gehört ein gewaltiger
Wassertank, in dem die Kandidaten in Raumanzügen tauchen, die so austariert sind, dass sie weder sinken noch aufsteigen. Besser lässt sich Schwerelosigkeit auf der Erde nicht simulieren.
Über Kölntourismus können Führungen durch das EAC gebucht werden.

ISS ist gar keine Raumstation!
Die ISS ist gar keine Raumstation, weil sie nicht durch den Weltraum fliegt – könnte man mit Recht sagen. Denn in 400 Kilometern Höhe gibt es noch Reste von Erdatmosphäre, sogar noch in tausenden Kilometern Entfernung. Gemeinhin wird der Beginn des Weltraums heute aber in einer Höhe von 100 Kilometern über der Erde angesetzt.

Das schnellste Karussell der Welt
Mit dem Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt hat Köln eines der größten
Weltraumforschungszentren. Hier gibt es unter anderem das :envihab, in dem zum Beispiel eine
Zentrifuge Menschen so schnell im Kreis bewegt, dass eine künstliche Schwerkraft bis zur sechsfachen Erdanziehung erzeugt werden kann. Die IHK Köln kooperiert auf vielen Feldern mit
dem DLR, etwa im Bereich Energie.

Weltraumrecht studieren
In Köln kann man sich im Jurastudium sogar auf Weltraumrecht spezialisieren. Interessanterweise hat das Institut für Luft- und Weltraumrecht inzwischen den Zusatz Cyberrecht erhalten. Ist das Internet wirklich so etwas wie eine eigene Galaxie?

Hüpfen auf einem Asteroiden
Von Köln aus kontrolliert wird die Raumsonde „Hayabusa2“, die im Oktober auf dem Asteroiden Ryugu landen soll. Der Lander soll Erkenntnisse über die Beschaffenheit von Asteroiden liefern und dafür dank eines Schwungarms bis zu 70 Meter hoch über dessen Oberfläche „hüpfen“.

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