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Foto: Astrid Piethan
Porträt

Restaurant-Kritiker Joachim Römer

36 Jahre lang hat der Journalist und Restauranttester Joachim Römer seine Restaurant-Tipps für IHKplus, die Zeitschrift der IHK Köln, geschrieben. Nach 366 Tipps ist für den 75-Jährigen jetzt Schluss. IHKplus sprach mit ihm über Gourmet-Hinweise in der IHK-Zeitschrift.


Wann ging es los mit den Restaurant-Tipps in der IHK-Zeitschrift?

Das war 1982, und die Restaurant-Tipps waren damals ein Novum in den bundesdeutschen Kammerzeitschriften. Mit der Umstellung der ehemaligen „Mitteilungen der Industrie- und Handelskammer zu Köln“ auf den neuen Titel „Markt+Wirtschaft“, an dem ich mit meiner Agentur als Dienstleister im IHK-Auftrag wesentlich beteiligt war, kam auch die Einführung dieser Rubrik. Auch als „Markt+Wirtschaft“ 2007 zu „IHKplus“ wurde, lief der Restaurant-Tipp weiter.


Erinnern Sie sich an den ersten Restaurant-Tipp?

Das war der „Goldene Pflug“ in Köln-Merheim, der damals als eines der ersten deutschen Restaurants drei Michelin-Sterne erhalten hatte. Den Anspruch, dass die vorgestellten Restaurants auf irgendeine Art und Weise etwas Besonderes sein sollten, erwähnenswerte Facetten bieten sollten, haben wir dann durchgehalten.


Sie waren nicht nur für „IHKplus“ tätig?


Ich habe viele Dinge gemacht – unter anderem „Römers Restaurant Report“. Der seinen Ursprung durchaus der IHK-Zeitschrift zu verdanken hat: Die Restaurant-Kritiken wurden in Sekretariaten häufig in Aktenordnern gesammelt, weil man ja immer auf der Suche nach einer passenden Location für Geschäftsessen war. Daraus entstand 1989 der Gedanke eines regionalen Guide. „Römers Restaurant Report“ habe ich bis 2015 alljährlich herausgegeben. Nach 25 Ausgaben in Buchform lebt er jetzt im Internet fort unter www.roemerpresse.de.

Wie verbringt Joachim Römer jetzt seine Tage?


Immer noch gerne in Köln, meistens jedoch am Chiemsee. Aber egal wo: Die Zeit der Pflicht-Essen ist vorbei. Jetzt steht Genuss pur auf der Tagesordnung. Wir besuchen nur noch Restaurants, auf die wir wirklich Lust haben. Davon gibt es zum Glück an beiden Orten genug.

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