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Im Ausbildungszentrum der Deutz AG haben Azubis optimale Bedingungen. Foto: Thilo Schmülgen
Service

Praktika sind ein Schlüssel

Berufsorientierung soll wieder verstärkt in Präsenzform stattfinden.

Viele, auch große Unternehmen in unserer Region erhalten seit Beginn der Pandemie weitaus weniger Bewerbungen auf Ausbildungsplätze als früher. Ein Grund dafür ist offenbar die Tatsache,
dass Ausbildungsbörsen und Präsenzmessen sowie Angebote zur Berufsorientierung in und mit
den Schulen lange Zeit praktisch gar nicht stattfinden konnten. Sobald dies wieder möglich wurde,
war die IHK Köln vor Ort: Schon in der ersten Schulwoche gaben Expert:innen an der Gesamtschule
Leverkusen-Schlebusch wertvolle Tipps zu Bewerbung und Praktikumssuche. Mehr als 100
Schülerinnen und Schüler folgten mit großem Interesse den Informationen zur Berufswahl.

Die Ausbildungsstellenvermittlung der IHK Köln bringt Betriebe und junge Menschen zusammen.
Während Unternehmen gezielte Unterstützung bei der Suche nach passenden Nachwuchskräften
erhalten, können Schulabgänger:innen sich unter anderem telefonisch beraten lassen oder
über Videos Einblicke in verschiedene Berufsbilder bekommen.

Das Stichwort Praktikum ist in diesem Zusammenhang besonders wichtig, denn es ist oft der
Türöffner zu einem Ausbildungsplatz und für Unternehmen die Chance, potenzielle Bewerber:innen frühzeitig kennenzulernen. „Wir appellieren deshalb besonders an die großen Unternehmen in der Region, ihr Angebot an Praktikumsplätzen weiter auszubauen und damit auch den kleineren Betrieben zu zeigen, dass dies trotz Corona möglich ist“, sagt Christopher Meier, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Köln.

Deutz AG setzt auf Praktika

Besonders engagiert beim Thema Praktika ist beispielsweise die Deutz AG, die insgesamt 4.600
Mitarbeiter:innen beschäftigt und jedes Jahr etwa 30 neue Auszubildende einstellt. Rund 25
weiteren Jugendlichen bietet das Unternehmen alljährlich eine Perspektive über eine Modul- oder
Vollausbildung in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern.

Die Ausbildung von Fachkräften hat bei Deutz eine lange Tradition: Das Unternehmen startete die innerbetriebliche Ausbildung vor 101 Jahren. Ausbildungsleiter Frank Opitz will so schnell
wie möglich auch wieder Schüler:innenpraktika anbieten: „Die Ausbildung von jungen Fachkräften
ist uns sehr wichtig. Dies beginnt schon mit der Berufsorientierung, bei der wir Schüler:innenn
möglichst bald wieder auf Vor-Corona-Niveau mit unserem Praktikumsangebot unterstützen
wollen. Im Rahmen von Berufsfelderkundungen oder Aktionen wie dem Girls’/Boys’ Day bietet
Deutz Jugendlichen erste prägende Einblicke in die Arbeitswelt – sowohl im kaufmännischen
als auch im technischen Bereich.“

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