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Pauschaler Verlustrücktrag möglich

Viele Unternehmen erwarten für dieses Jahr unter dem Strich einen Corona-bedingten Verlust. Nach einer Sonderregelung des Bundesfinanzministeriums können derart betroffene Firmen nicht nur Vorauszahlungen, die schon für 2020 geleistet wurden , zurückerhalten, sie können sogar die Erstattung von Beiträgen beantragen, die für 2019 bezahlt wurden. Dabei kann der Verlust für das aktuelle Jahr pauschal mit 15 Prozent des Gewinns aus dem Vorjahr angesetzt werden.

Wie dieser vorläufige Verlustrücktrag im Einzelnen funktioniert, regelt ein Schreiben des Finanzministeriums. Der entsprechende Antrag kann – schriftlich oder online per „Elster“ – noch bis Ende März nächsten Jahres gestellt werden. Voraussetzung für die Bewilligung ist, dass das Unternehmen durch die Corona-Krise unmittelbar und „nicht unerheblich“ betroffen ist. Davon gehen die Finanzbehörden dann aus, wenn die Vorauszahlungen für 2020 komplett eingestellt wurden und das Unternehmen versichert, dass es mit erheblichen Verlusten rechnet.

Der Verlustrücktrag wurde mit pauschal 15 Prozent festgelegt, da eine präzise Prognose in der gegenwärtigen Lage schwierig ist. Wer aber tatsächlich in der Lage ist, noch höhere Verluste nachzuweisen, kann dies tun. Insgesamt ist der schnell und pragmatisch von Bund und Ländern beschlossene Verlustrücktrag gerade auch für kleine und mittlere Betriebe eine wertvolle Hilfe in der derzeit sehr schwierigen Ausnahmesituation. Unternehmen können damit kurzfristig bereits jetzt einen Teil der Steuererstattung geltend machen, über die sie ansonsten erst zu einem späteren Zeitpunkt hätten verfügen können. Weitere Informationen und einen Link auf die entsprechenden Seiten des Finanzministeriums finden Sie auf www.ihk-koeln.de/229841.

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