Stichwortsuche

Foto: Aliki Monika Panousi
Leben

Panarbora: Ein Fest für Wipfelstürmer

Der Naturpark Bergisches Land hat mit dem im September 2015 eröffneten Natur- und Erlebnispark eine neue Attraktion.

Text: Jens Höhner

Zu Füßen erstreckt sich der schroffe Höhenzug Nutscheid, weit reicht der Blick ins Bergische Land. Immer im Kreis geht es hinauf, zwölf Etagen, 34 Meter, dann ist das Aussichtsplateau erreicht. 40 Meter misst er insgesamt, der runde Aussichtsturm aus Fichtenholz und Lärche im Naturerlebnispark Panarbora im oberbergischen Waldbröl. Darunter windet sich auf einer Länge von 1.635 Metern ein Baumwipfelpfad, er gilt als einer der längsten Pfade seiner Art weltweit.

Im vergangenen September eröffnet, wurden seither fast 50.000 Besucher gezählt. Wer im Naturpark Bergisches Land auf dem Rücken des Höhenzugs auch übernachten möchte, kann zwischen Jurten im asiatischen Dorf, südamerikanischen Holzhäusern oder afrikanischen Lehmhütten ebenso wie fünf Baumhäusern auf sieben bis zehn Meter hohen Stelzen wählen. 170 Betten gibt es auf Panarbora insgesamt, ein Familienhaus bietet weitere Schlafstätten.

„14.000 Buchungen haben wir für dieses Jahr bereits", verrät Parkleiter Steffen Müller. Fast 14 Millionen Euro hat der Bau der zwölf Hektar großen und nahezu barrierefrei gestalteten Anlage gekostet, Eigentümer ist der Landesverband Rheinland des Deutschen Jugendherbergswerks. Von 1962 bis 1992 stand auf dem Gelände am Stadtrand eine Kaserne der Bundeswehr. Die Pläne, auf der weiten Fläche einen Abenteuerpark zu etablieren, stammen schon aus den frühen 2000er Jahren.

Heute sorgen ein Spieltunnellabyrinth, Sinnespfad und Heckenirrgarten, ein Beachvolleyballfeld und ein Abenteuerspielplatz für Spiel und Unter­haltung. Lernstoff bietet der Wipfelpfad, der auf sieben Metern Höhe beginnt und auf 23 Metern in einem Aussichtsbalkon endet: Unterwegs sind interaktive Stationen aufgebaut, die das Waldleben erklären und zum Beispiel zeigen, dass auch Totholz wertvoll ist, wie der Wald wirtschaftlich genutzt wird oder welche Bewohner vor allem in der Nacht munter sind.

Naturschutzorganisationen und die Stiftung für Umwelt und Entwicklung NRW haben den Pfad erstellt, und Fachleute aus ihren Reihen stehen bereit, um Fragen zu beantworten und Wissen zu vermitteln.

Infos zum Park

Der Naturerlebnispark Panarbora ist so groß wie elf Fußballfelder. 80.000 Tagesbesucher und 20.000 Übernachtungsgäste werden im  Jahr erwartet. Geöffnet ist die Anlage von Ende März bis Ende Oktober täglich von 9:30 bis 18 Uhr, danach von 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt kostet 9,90 Euro, ermäßigt 6,40 Euro. Familien zahlen 24,90 Euro. Ein Restaurant mit 200 Sitzplätzen ist vorhanden.
Ab 1. August ist Panarbora zudem ein Ausbildungsbetrieb: Ausgebildet werden zunächst ein Koch und ein Kaufmann/eine Kauffrau für Tourismus und Freizeit.

WEITERE THEMEN