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Nicola Baumann, OB Henriette Reker, Dr. Sandra von Möller, Anna Dimitrova, Prof. Dr. Sylvia Heuchemer und Prof. Dr. Jutta Rump (v.l.n.r.) standen beim Fachkongress "Frauen. Macht. Karriere" der IHK Köln Rede und Antwort. Foto: Astrid Piethan
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Mut haben, laut sein und Vielfalt fördern!

Es gibt sehr viele Frauen mit erfolgreichen Karrierewegen. Im Verhältnis zur weiblichen Bevölkerung ist diese Zahl jedoch nach wie vor gering - trotz hoher Qualifikation“, so Dr. Sandra von Möller, Vizepräsidentin der IHK Köln und Geschäftsführerin der BÄRO GmbH & Co. KG bei der Begrüßung von rund 170 Teilnehmerinnen des Fachkongresses der IHK Köln Ende September. Die Unternehmerinnen und weiblichen Fachkräfte aus IHK-Unternehmen waren in den Börsensaal der IHK Köln geströmt, um in einer von WDR-Moderatorin Steffi Neu locker geführten Vortrags- und Talk-Veranstaltung Inspiration von erfolgreichen Karrierefrauen und Expertinnen zu bekommen. „Um die Rahmenbedingungen zu verbessern, müssen Politik und Unternehmen an einem Strang ziehen“, so die IHK-Vizepräsidentin. 

Den Impulsvortrag gab Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die von ihrem Alltag als Verwaltungschefin und Politikerin in einer häufig männerdominierten Welt berichtete. Frauenförderung als einen Mosaikstein in der Forderung nach Vielfalt in der Unternehmenswelt forderte Prof. Dr. Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability IBE in Ludwigshafen und erhielt für ihre lebensnahen Schilderungen viel Applaus. Besonders den jungen Frauen machte anschließend Anna Dimitrova, Geschäftsführerin Strategy & Digital bei Vodafone Deutschland, Düsseldorf, mit ihrem persönlichen Rezept für eine erfolgreiche Karriere Mut. „Laut sein, auch mal den Finger heben“ - das koste Überwindung, führe aber zum Erfolg, so ihr Credo. 

Viel beachtet dann der Auftritt von Nicola Baumann, Major, Eurofighter-Pilotin und mögliche erste deutsche Astronautin. „Man braucht eine große Klappe, dann akzeptieren die Kollegen auch eine weibliche Pilotin“, erzählte sie. Prof. Dr. Sylvia Heuchemer, Vizepräsidentin für Lehre und Studium an der TH Köln, beschrieb den Weg ihrer wissenschaftlichen Karriere und den soft skills, die in der männerdominierten Lehre nötig sind. Jutta Weidenfeller, stellv. Mitglied des Vorstands der Kreissparkasse Köln, berichtete über das interne Frauennetzwerk bei der Kreissparkasse als Karriere-Instrument. 

Beim ausführlichen Netzwerken bis in die Abendstunden wurden Thesen diskutiert und eigene Erfahrungen ausgetauscht. Christopher Meier, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Köln: „Das positive Feedback und die übereinstimmende Meinung, dass es viel zu verändern gilt, bis diese Art von Formaten überflüssig wird, hat uns bestärkt, das Thema Fachkräfteförderung und Frauen in der Wirtschaft gemeinsam mit den ehrenamtlich engagierten Frauen und dem IHK-Team weiterzuführen.“

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