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Das Team der Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg der IHK Köln Foto: Aliki Monika Panousi
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Mehr Vielfalt geht nicht

Zwischen industriegeprägter Großstadt und Wanderregionen: Der Zuständigkeitsbereich der IHK-Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg.

Text: Werner Grosch

Zwei Großstädte, viele kleine Ortschaften mit durchaus ländlichem Charakter. Weltweit agierende
Chemieindustrie und kleine Hotels, die vom Wandertourismus leben. Alteingesessene Händler
und kreative Startups, die sich in Coworking-Spaces zusammentun. All das gehört zum
Einzugsgebiet der Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg der IHK Köln.

„Man könnte das heterogen nennen, ich nenne es lieber bunt“, sagt deren Leiterin Eva Babatz. Denn die Vielfalt macht auch einen besonderen Reiz für das insgesamt elfköpfige Team der Geschäftsstelle aus. Dazu gehören neben der Leiterin unter anderem Fachleute für Standortpolitik, Unternehmensförderung und Weiterbildung, eine Fachkräfteberaterin, eine Ausbildungsberaterin und eine Ausbildungsstellenvermittlerin. Sie alle kümmern sich um die Anliegen von rund 25.000 IHK-angehörigen Unternehmen in Leverkusen und dem Rheinisch-Bergischen Kreis.

Dauerbrenner Gewerbeflächen

Die Themen sind so vielfältig wie die Branchen und die kommunalen Strukturen. Ein Dauerbrenner
wie in anderen IHK-Regionen ist der Mangel an Gewerbe- und Industrieflächen, der im schlimmsten Fall zur Abwanderung von Unternehmen führt. Ein Topthema in Sachen Standortqualität ist aber eines, das Beschäftigte und Bürger ebenso betrifft wie die Unternehmen
selbst: Mobilität. Hier engagiert sich die Geschäftsstelle besonders intensiv, und das mit Erfolg: Eine Reihe von Vorschlägen, die sie vor knapp zwei Jahren in ihrer gemeinsam mit Unternehmen gestarteten Initiative „Zukunft Leverkusen“ erarbeitet hat, ist inzwischen schon umgesetzt. So hat die Stadt einen Mobilitätsbeauftragten eingestellt, der sich rund um die Uhr um dieses Thema kümmert, und er pflegt engen Kontakt zum Arbeitskreis Mobilität innerhalb des Wirtschaftsgremiums Leverkusen.

Überhaupt sind die Wirtschaftsgremien, in denen lokale Unternehmen Themen wie Gewerbeflächen, Verkehr oder Breitbandausbau mit Politik und Verwaltung diskutieren, für die Geschäftsstelle enorm wichtig. „Wir haben inzwischen in jeder Kommune ein solches Gremium. Sie spiegeln die wirklich auf den Nägeln brennenden Themen wider, und es ist immer der Bürgermeister dabei, oft auch der Kämmerer oder Wirtschaftsförderer“, sagt Eva Babatz. „Wir leben von diesem Austausch mit den Unternehmen“, ergänzt Sebastian Holthus, der für Standortpolitik zuständig ist.

Kooperation mit der TH Köln

Der Fachkräftemangel ist natürlich in Leverkusen und Rhein-Berg ebenso brisant wie überall. Auch
deshalb wird der enge Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft immer wichtiger. Beiden Themen dient ein neues Projekt, das die Geschäftsstelle gemeinsam mit der Technischen
Hochschule Köln starten wird. Die TH, die auch einen Campus in Leverkusen unterhält und gerade einen neuen dort baut, will gezielt in Unternehmen der Region gehen, um einerseits
Innovationspotenziale auszuloten, andererseits auch attraktive künftige Arbeitgeber für ihre
Absolventen zu entdecken. Wenn’s klappt, eine echte Win-Win-Situation.


Kontaktdaten:
Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg
Tel. 02171 49080
geschaeftsstelleleverkusen@koeln.ihk.de
An der Schusterinsel 2
51379 Leverkusen
Leiterin der Geschäftsstelle ist Eva Babatz, eva.babatz@koeln.ihk.de

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