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Viele Jahre hat sich Dr. Margarete Haase, Vorstandsmitglied der DEUTZ AG, ehrenamtlich in Gremien der IHK Köln engagiert. Foto: Nils Hendrik Mueller
Porträt

„Man wird nicht bemerkt, wenn man nicht auch ein bisschen Werbung für sich macht“

Dr. Margarete Haase verabschiedet sich Ende April aus dem Vorstand der DEUTZ AG sowie aus der IHK-Vollversammlung, dem Arbeitskreis Diversity und dem Ausschuss für Industrie und Forschung.

Text: Katharina Hamacher

Warum haben Sie sich in den Gremien der IHK engagiert?

Die Gremien sind eine wichtige Plattform für den Austausch mit anderen Unternehmen. Die übergeordnete Zielsetzung ist, dass man als Unternehmen Haltung und Position beziehen muss zu vielen Themen, die über das unternehmerische Geschehen hinausgehen. Das ist auch etwas, was mir persönlich am Herzen liegt. Alles, was in der öffentlichen Debatte für Wirtschaft wichtig ist, findet sich in der IHK wieder, deshalb habe ich mich sehr gern eingebracht und auch sehr viel daraus mitnehmen können.

Wie blicken Sie auf Ihre Zeit bei der DEUTZ AG zurück?

Es war eine sehr abwechslungsreiche Zeit. Ich bin 2009 mitten in der Finanzkrise eingestiegen und es erfüllt mich mit Stolz, dass ich das Unternehmen auf eine gute finanzielle Basis stellen konnte. Uns ist es gelungen, in dieser Zeit wirtschaftliche Stabilität zurückzugewinnen und die Nachhaltigkeit im Geschäftsmodell zu stärken.

Was geben Sie jungen Frauen in der Wirtschaft mit auf den Weg?

Vor allem ist es für junge Menschen wichtig, dass sie sich nicht zu früh spezialisieren, sondern zunächst ihre Fähigkeiten und Potenziale austesten. Ein guter Einstieg sind Abteilungen wie Strategie und Revision, um das Unternehmen kennenzulernen. Allzu lange sollte man in solchen Stabsabteilungen jedoch nicht verharren, sondern – und das rate ich vor allem jungen Frauen – in eine operativ messbare Position gelangen. Denn dort können sie durch objektive Leistung überzeugen und sind unabhängig von Sympathien und Netzwerken. Dennoch sind Netzwerke auch wichtig für die Visibilität, denn man wird nicht bemerkt, wenn man nicht auch ein bisschen Werbung für sich macht.

Worauf freuen Sie sich besonders in Ihrer freien Zeit?

Meine Zeit ist bereits gut gefüllt mit neuen Aufsichtsratsmandaten bei der ING Groep in Amsterdam und der Osram Licht AG in München, auf die ich mich sehr freue. Ganz besonders wichtig ist mir aber auch, mehr Zeit mit meiner Familie und meinen kleinen Enkeltöchtern verbringen zu können.

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