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Abfertigung im Niehler Hafen Foto: CTS Container-Terminal GmbH
Service

Kreative Ideen für die Berufsorientierung

Trotz Einschränkungen durch die Pandemie füllen Unternehmen und Schulen ihre KURS-Kooperationen weiterhin mit Leben.

Text: Werner Grosch

Berufsorientierung an Schulen braucht kreative Ideen – in Zeiten von Distanz- oder Wechselunterricht und weitgehend digitalem Lernen ganz besonders. Und sie braucht engagierte Unternehmen wie die CTS Container-Terminal GmbH aus Köln, die EHRA Emil Holzmann GmbH und die Klaus Kuhn Edelstahlgießerei GmbH, beide aus Radevormwald. Alle drei sind in jüngster
Zeit im Rahmen der Initiative KURS-Lernpartnerschaften mit Schulen neu eingegangen oder haben in der bestehenden Partnerschaft neuartige Formate umgesetzt.

So lernen beispielsweise Schüler*innen der Sekundarschule Radevormwald in der Lehrwerkstatt
der Firma Klaus Kuhn mit Säulenbohrmaschinen unterschiedliche Drehzahlen und Bohrer-Arten
kennen. Von der Firma EHRA werden sie für Bewerbungen fit gemacht. Auch die CTS Container-
Terminal GmbH im Niehler Hafen beweist, dass Zusammenarbeit zwischen Schule und Unternehmen trotz Lockdowns machbar und sinnvoll ist. In mehreren digitalen Bausteinen werden
Ziele der Kooperationsvereinbarung aus dem Jahr 2013 und Inhalte der aktuellen Jahresplanung
2020/2021 im Rahmen einer digitalen Berufsorientierungswoche für die Schüler*innen des Kölner Erich-Kästner-Gymnasiums umgesetzt. Dazu gehörten Videokonferenzen und -interviews, in denen die Jugendlichen unter anderem direkt von einer Auszubildenden einen Erfahrungsbericht erhielten. Außerdem hatten die Schülerinnen und Schüler am so genannten Hafentag die Aufgabe, die fünf Kölner Binnenhäfen sowohl untereinander als auch mit dem Seehafen Bremerhaven zu vergleichen. „Praxisnäher kann Ökonomie nicht erklärt werden“, sagte Stephanie Hamm, Studien- und Berufswahlkoordinatorin des Erich-Kästner-Gymnasiums.

Hoher Wert des Praxisbezugs

Schulen wie Unternehmen betonen unisono den Wert des Praxisbezugs für den Unterricht und
für die Nachwuchsförderung. Genau dies ist auch die Zielsetzung der IHK Köln, die gemeinsam
mit Partnern Träger von KURS in der Region ist. Das Kürzel steht für „Kooperation Unternehmen der Region und Schule“, inzwischen gibt es im Regierungsbezirk Köln bereits mehr als 700 Lernpartnerschaften.

Christopher Meier, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Köln, ist dankbar für den
Einsatz der Wirtschaft gerade in der aktuellen Situation: „Viele Angebote der Berufsorientierung
sind durch die Pandemie schwierig geworden. Als IHK Köln bieten wir viele digitale Angebote.
Es freut mich umso mehr, dass Unternehmen sich hier aktiv einbringen und kreative Ideen praxisnah umsetzen.“


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