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Kostenloses Unterrichtsmaterial zu Corona

Schulen können Experimente durchführen

Text: Werner Grosch

Von den AHA-Regeln hat inzwischen jedes Kind schon gehört. Abstand, Hygiene, Alltagsmaske. Aber warum helfen diese Maßnahmen überhaupt gegen eine Ansteckung vom Covid-19? Und wie verbreitet sich das Virus, wenn man die Regeln nicht einhält? Am besten zu verstehen, vor allem für Kinder, ist das durch praktische Erfahrung. Deshalb haben Mitarbeiterinnen der Initiative TuWaS! (Technik und Naturwissenschaften an Schulen) an der Freien Universität Berlin einen vom Smithsonian Science Education Center in den USA gemeinsam mit der WHO entwickelten Leitfaden für den deutschen Sprachraum und speziell für die Klassen 3 bis 6 angepasst.

Normalerweise stehen die Experimentiereinheiten von TuWaS! nur Schulen zur Verfügung, die dauerhaft bei dem Projekt mitmachen und von Unternehmen aus der Region unterstützt werden. Die Anleitung für die Corona-Experimente ist dagegen kostenlos online für alle verfügbar.
Anschaulicher und einfacher geht es wirklich nicht: Für den Versuch zum Thema Abstand halten zum Beispiel brauchen die Kinder nur eine Schüssel, etwas Wasser, ein Maßband und ein Stück Klebeband. Dann schnippen die Kinder mit den Fingern aus der vors Gesicht gehaltenen Schüssel Wasser in Richtung Wand und Boden, und das nacheinander in verschiedenen Abständen. Die Beobachtungen, aber Gedanken und persönliche Gefühle dazu werden schließlich in ein Journal geschrieben, und es wird festgehalten, welches Verhalten am sinnvollsten ist und wie man es anderen am besten vermitteln kann.

Ein ähnliches Experiment gibt es zum Thema Wirkung von Masken, und ein besonders eindrückliches zum Thema Händewaschen. Da das Virus eine fetthaltige Membran besitzt, lässt sich die Wirkung durch das Waschen von Händen, an denen etwa Öl oder Speisefett haftet, sehr gut beobachten. Auch die Unterschiede je nach Waschdauer und Verwendung von Seife werden deutlich.

Teil des Unterrichtsmaterial sind auch Fragen, die über Hygiene hinausgehen und emotional schwierig sind, zum Beispiele Quarantäne oder das Verbot, sich mit anderen Kindern zu treffen. Zu allen Abschnitten gibt es außerdem weiterführende Links, mit deren Hilfe Nutzerinnen und Nutzer das jeweilige Thema noch vertiefen können.

Fragen?

Iris Wirths

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