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Art-Cologne-Chef Daniel Hug im Paternoster der IHK Köln Aliki Monika Panousi
Porträt

Im Paternoster mit Art-Cologne-Chef Daniel Hug

Fragen: Katharina Hamacher

Sie diskutieren heute über „Kunst und Kultur als Wirtschaftsfaktor“. Wie bedeutend ist dieses Thema für Köln?

Kunst und Kultur sind aus wirtschaftlicher Sicht sehr wichtig für Köln. Besonders die bildende Kunst spielt eine große Rolle. Sie hat die Stadt seit dem Start des Kölner Kunstmarktes 1967, der als Vorläufer der Art Cologne gilt, auch international als Kunststadt bekannt gemacht.

Wo sehen Sie noch Verbesserungsbedarf?

Ein großes Problem sind die hohen Mietpreise und Immobilienkosten. Diese sind in den vergangenen zehn Jahren, seitdem ich hier lebe, stark gestiegen. Kostengünstige Künstlerateliers würden einen großen Unterschied machen. Ein weiterer Punkt ist die hohe Mehrwertsteuer für Kunst. Das ist aber leider generell ein deutsches Problem.

Welchen Bezug haben Sie zur regionalen Wirtschaft?

Wir haben viele Messepartner aus dem Unternehmensbereich. Zudem ist die Art Cologne eine der leitenden Messen der Koelnmesse und diese spielt eine große Rolle für die lokale Wirtschaft.

Haben Sie Tipps für Unternehmen, die sich in der Kunstbranche engagieren möchten?

Da gibt es viele Möglichkeiten. Wir haben zahlreiche Museen, die Unterstützung brauchen. Das Museum Ludwig beispielsweise sucht immer Sponsoren. Eine Corporate Collection, also eine Firmensammlung, aufzubauen, ist sicher auch ein guter Weg, Kunst zu fördern. Dafür sollten Unternehmen einen kompetenten Kurator einsetzen und mit einem Kunstberater arbeiten.

Die IHK Köln unterstützt die regionale Kultur und Kreativwirtschaft, unter anderem mit einem Branchenforum. Die Plattform bietet Gelegenheit, branchenspezifische Anliegen zu formulieren und zu transportieren. Beim nächsten Treffen am 31. August geht es um „Netzwerken“.

Ansprechpartner ist Dr. Ulrich Soénius, stellv. Hauptgeschäftsführer, Tel. +49 221 16404000, ulrich.soenius@koeln.ihk.de.

www.ihk-koeln.de/061846

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