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Leben

Frühlingszeit - Fahrradzeit!

Im Frühjahr werden sie aus den Kellern geholt, entrostet, geölt und aufgepumpt. Statistisch gesehen besitzt fast jeder Deutsche ein Fahrrad. Sie sind ein Wirtschaftsfaktor und eine Hoffnung in Sachen Mobilität.

Text: Werner Grosch

Ein Milliarden-Markt
Der Bestand an Fahrrädern in deutschen Haushalten liegt bei etwa 73 Millionen. Im Jahr 2017 wurden nach der Statistik des Zweirad-Industrie-Verbandes in Deutschland 3,85 Millionen Fahrräder verkauft, davon 720.000 E-Bikes. Der Umsatz lag bei 2,69 Milliarden Euro.

Radverkehr nimmt zu
In den Städten nimmt der Radverkehr seit Jahren zu. Lag der Anteil in Köln im Jahr 1982 noch bei 9 Prozent, so sind es heute etwa 16 Prozent. Die Stadt Köln will diesen Anteil weiter steigern; die IHK Köln unterstützt diese Strategie, zu der auch der verstärkte Einsatz von Lastenrädern im Lieferverkehr gehört.

Ein Job für Radfans
Den IHK-Beruf des Fahrradmonteurs gibt es schon sehr lange. Die Ausbildung dauert zwei Jahre, Fahrradmonteure arbeiten meist in Werkstätten, die dem Handel angeschlossen sind.

Der verschwindende Akku
Auch bei der Technik des Fahrrades gibt es immer noch jede Menge Neuerung. Ein Beispiel: E-Bikes wird man ab diesem Jahr oft nicht mehr an den klobigen Akku-Packs erkennen: Dank schlanker, gestreckter Form werden sie immer häufiger in den Rahmen integriert.

Dienstfahrrad statt -wagen
Seit 2012 werden Dienstfahrräder steuerlich fast genauso wie Dienstwagen behandelt. Für Unternehmen und ihre Mitarbeiter besteht über ein Leasingsystem die Chance, viel Geld zu sparen. Auch die IHK Köln bietet ihren Mitarbeitern diese Möglichkeit an.

Unternehmen in der Region: ZEG
In Köln sitzt die Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft (ZEG), in der etwa 900 Händler zusammengeschlossen sind und die eigene Marken (z.B. Bulls, Pegasus) vertreibt. Im Kölner Lager hält die ZEG mehr als 40.000 Räder vor.