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Die drei jungen Gründer Felix Vreden, Marvin Panek und Maximilian Camp haben bei der Entwicklung ihres Elektrorollers „Steereon“ von NUK profitiert. Foto: Astrid Piethan
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Businesspläne im Wettbewerb

Text: Eli Hamacher

Ende Oktober 2018 ist der diesjährige Businessplan-Wettbewerb gestartet. In drei Runden können Startups ihre Geschäftsmodelle präsentieren und mit Hilfe von Experten verbessern. Die IHK Köln ist jetzt Mitglied beim Ausrichter, dem NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V., geworden und wird den Wettbewerb künftig noch stärker unterstützen.

Der Aufwand hat sich gelohnt. Rund fünf Monate haben Felix Vreden und seine beiden Mitgründer Marvin Panek und Maximilian Camp investiert, um ihren Businessplan für den Businessplan-Wettbewerb zu erstellen. Der sei so aussagekräftig und überzeugend, fand die Jury, dass sie die Kölner PLEV Technologies GmbH, Hersteller des allradgelenkten und faltbaren Elektrorollers „Steereon“, in allen drei Runden des Wettbewerbs ausgezeichnet hat. Das Preisgeld von insgesamt 6.500 Euro konnte das Trio natürlich gut gebrauchen. „Aber viel wichtiger war“, findet Vreden, „dass wir während des Wettbewerbs an zahlreichen Veranstaltungen für Gründer teilnehmen konnten“. Mit dem dort vermittelten Wissen hätten er und seine beiden Mitgeschäftsführer ihr Geschäftsmodell Schritt für Schritt verbessern können.

Veranstaltet wird der Businessplan-Wettbewerb seit 1997 vom Verein NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V.. Mit einem Kick-off-Event am 30. Oktober 2018 im KOMED im Kölner Mediapark läutet der NUK die diesjährige Veranstaltung ein.

Ein sorgfältig ausgearbeiteter Plan und im Idealfall eine Nominierung bringen den Teilnehmern zahlreiche Vorteile. So erhält jeder ein ausführliches, kritisches und konstruktives Feedback (schriftliches Gutachten) von zwei Experten. Wird das Team nominiert, darf es seine Geschäftsidee vor großem Publikum präsentieren, im Falle eines Sieges winkt ein Preisgeld. Mit ihrer Pressearbeit begleitet die NUK zudem den Wettbewerb intensiv, sodass alle Nominierten ihre Bekanntheit überregional steigern und dadurch leichter Kontakte zu Geldgebern und Netzwerkpartnern knüpfen können. Organisiert wird der Wettbewerb in drei Stufen, in denen die jeweiligen Teilnehmer das Vorhaben mit jeder Stufe detaillierter darstellen müssen. Die Startups können sich mit ihrem Geschäftsmodell auch an nur einer Stufe beteiligen.

„Da laut KfW-Gründungsmonitor rund 30 Prozent der Gründer bereits in den ersten drei Jahren wieder aufgeben, ist die Teilnahme an dem Wettbewerb eine gute Chance, sein Geschäftsvorhaben eingehend zu analysieren und von Experten beurteilen zu lassen“, findet Mathias Härchen, stellvertretender Geschäftsführer bei der IHK Köln, die jetzt Mitglied beim Verein NUK Neues Unternehmertum Rheinland geworden ist. Schon bislang habe die IHK den Wettbewerb unterstützt, indem zum Beispiel Referenten der Kammer die schriftlichen Gutachten für die Businesspläne erstellt oder Experten an den Informationsveranstaltungen des NUK teilgenommen hätten. „Künftig werden wir die Zusammenarbeit aber noch intensivieren“, unterstreicht Härchen. Das umfangreiche Angebot der IHK Köln rund um das Thema Gründen (siehe Kasten) solle noch enger mit den Leistungen des NUK verzahnt werden. Während des Wettbewerbs ist es zudem möglich, sich durch einen persönlichen Mentor begleiten zu lassen, der als Sparringpartner während der Ausarbeitung des Geschäftsmodells zur Verfügung steht. Als eine der Hochburgen für Startups kann Köln mit einem großen Informations- und Dienstleistungsangebot für die jungen Unternehmen punkten. „Immer wieder gibt es neue Initiativen und Kampagnen. Für die Gründer ist das manchmal eher verwirrend“, meint Härchen. Aus seiner Sicht ist es sinnvoller, die Ressourcen stärker zu bündeln.

Der diesjährige Businessplan-Wettbewerb läuft noch bis Juni 2019.

Wie die IHK Köln Gründer unterstützt

  • Gründertag

Am 29. März 2019 findet in der IHK Köln der 35. Gründertag statt. Auf der Veranstaltung können sich Gründer bei 15 Fachvorträgen zu Themen wie Versicherungen, Steuern, Finanzierung informieren. Ergänzt wird das Angebot durch eine Fachmesse mit 35 Kölner Ausstellern, die an ihren Ständen über ihre Erfahrungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit berichten oder ihre Dienstleistungen vorstellen. Die Teilnahme für Gründer ist kostenfrei. Zehn Startups und zehn gewerbliche Aussteller können sich online um einen Messeplatz bewerben, für die Startups ist dieser auch kostenfrei. 
Die IHK erwartet etwa 700 Teilnehmer. https://www.gruendertag-koeln.de/

  • Gründerkompass

Vierzehnmal pro Jahr lädt die IHK Köln Gründer zu einer kostenfreien Orientierungsveranstaltung ein. Beim „Gründerkompass“ vermitteln Experten komprimiertes Wissen rund um Fördermöglichkeiten, Finanzierung, soziale Absicherung, steuerliche Grundlagen, etc. Die nächsten Termine sind am 9.11.2018 und 14.12.2018 von jeweils 14 bis 18 Uhr in der IHK Köln. Eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen unter www.ihk-koeln.de/1294.

  • Gründungsberatung

Mit Broschüren wie „Der Einstieg in ein erfolgreiches Unternehmen“, einem kostenlosen Gründungstool zur Finanzplanung, Beratung auf Basis eines Businessplans oder zu Fördermöglichkeiten ebenso wie mit Seminaren unterstützt die IHK Köln Gründer beim Aufbau eines Unternehmens. Weitere Informationen unter www.ihk-koeln.de/1269.

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