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Foto: Thilo Schmülgen
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Besonders betroffen

Messegeschäft, Hotellerie, Gastronomie, Eventbranche: Wirtschaftszweige, die unter den Pandemie-Beschränkungen überdurchschnittlich zu leiden haben. Was in der Region verloren geht, zeigt unser Überblick über die Wirtschaftsdaten.

HOTELS UND GASTRONOMIE Das Angebot in diesem Bereich ist riesig. Allein die Stadt Köln zählt mehr als 1.150 Restaurants, davon elf Sternerestaurants, etwa 900 Bars und Kneipen und fast 600 Imbissbuden. Die rund 300 Hotels in der Stadt verfügen über mehr als 31.000 Betten.

KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFT Besonders für Köln und die Region ist diese Branche ein existenzieller Bestandteil des Wirtschaftsstandorts. Mehr als fünf Prozent der Erwerbstätigen sind in dieser Branche beschäftigt ­– deutschlandweit sind es nur rund drei Prozent. Ähnlich hoch ist die Wertschöpfung: In Köln leistet die Kultur- und Kreativwirtschaft mit einer Bruttowert-schöpfung von 5,3 Mrd. Euro und einem Anteil an der Gesamtwirtschaftsleistung von 5,9 Prozent einen doppelt so hohen Beitrag wie im Bundesdurchschnitt.

TOURISMUS Der Rheinland-Tourismus hat 2019 das zehnte Rekordjahr in Folge erlebt: Mit 29,8 Millionen Übernachtungen verbuchten die rund 2.400 gewerblichen Beherbergungsbetriebe im Rheinland – hier sind alle eingerechnet, die mindestens Schlafgelegenheiten anbieten – einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um mehr als eine Million Übernachtungen als im Vorjahr. Über die Hälfte der Gesamtnachfrage in Nordrhein-Westfalen entfiel auf das Rheinland (56 Prozent).
Die Teilregionen, die sich am dynamischsten entwickelten, waren Köln und der Rhein-Erft-Kreis mit einer Steigerung der Übernachtungen um 15 Prozent gegenüber 2014. Insgesamt konnten hier im Jahr 2019 rund 7,9 Millionen Übernachtungen verbucht werden, wobei 6,6 Millionen auf die Stadt Köln entfielen.

MESSEN Köln gehört zu den drei größten Messestandorten Deutschlands. In normalen Jahren
finden hier rund 80 Messen und Ausstellungen sowie etwa 2.000 Kongresse statt. Im Jahr 2019 kamen drei Millionen Besucher aus 224 Ländern, 54.500 Unternehmen stellten in Köln aus. Die Koelnmesse mit ihren rund 700 Mitarbeite­­rinnen und Mitarbeitern setzte im vergangenen Jahr 413 Millionen Euro um.

KUNST- UND UNTERHALTUNGSBRANCHE Zur wirtschaftlichen Bedeutung der Veranstaltungs-branche mit Theater, Konzert, Oper und auch Sport liegen keine regionalen Zahlen vor, der Blick auf die gesamtdeutsche Statistik lässt die Bedeutung dieser Sparten auch für die Region aber
erahnen. Die Branche erwirtschaftete im Jahr 2018 einen Umsatz von 45,2 Milliarden Euro. Der Anteil der Branche an der Bruttowertschöpfung in Deutschland lag 2017 bei 1,4 Prozent. Zum Vergleich: Der Anteil der Automobilindustrie im selben Zeitraum lag bei 4,7 Prozent.

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