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Von links nach rechts: Damla Bozkurt, Hans-Dieter Clauser, Thorsten Wolff, Anja Borberg, Paul Dotterer, Isabel Orru Foto: Astrid Piethan
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Berufsorientierungsbörse geht online

BOB2020 am 18. und 19. November als „virtuelle Plattform der Begegnung“.

Text: Ulrich Brüne

Zum 15. Mal findet sie statt, zum ersten Mal virtuell: die Berufs- und Studienorientierungsbörse „BOB2020“. Unternehmen präsentieren sich mit ihren Ausbildungsmöglichkeiten auf einer Onlineplattform. An virtuellen Messeständen und in Live-Chats können sich Jugendliche an den Veranstaltungstagen von 10:00 bis 15:00 Uhr über die Unternehmen und deren Karrieremöglichkeiten, über Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen informieren und erste Kontakte knüpfen.

Geplant war die Messe eigentlich für den 13. Mai, doch das Coronavirus ließ den Vorstand des Trägervereins „BOBplus“ umdenken. Eine Messe im virtuellen Raum zu realisieren, das sei schon eine große Herausforderung gewesen, erläutert BOB-Vorsitzender Hans-Dieter Clauser. Doch sei von Anfang an klar gewesen: „Das gehen wir an.“ Dabei habe man sich von den jahrelangen Erfahrungen leiten lassen „und diese ins digitale Zeitalter übersetzt“.

Unterstützung fanden die Macher von BOB2020 unter anderem beim Projekt „Ausbildung 4.0 – Wir machen Sie fit!“. Unter dem Dach der Kölner Industrie- und Handelskammer berät das „JOBSTARTER“ plus-Projekt seit drei Jahren kleine und mittelständische Unternehmen in der IHK-Region individuell bei allen Fragen digitaler Ausbildung. „Wir schulen Ausbildungsbeteiligte, helfen im Netz, Azubis zu finden, und zeigen, wie man Ausbildung digital organisieren und verwalten kann“, umschreibt Projektreferentin Anja Borberg das Portfolio. „Ob in Präsenzworkshops, praktischen Werkstätten oder online.“ Und das alles kostenfrei.

Für den BOBplus e.V. schulen und beraten die Projektmitarbeitenden die Unternehmen beim digitalen Auftritt auf der Onlineplattform. Dazu gehören auch Themen wie „eine Stellenanzeige adressatengerecht aufarbeiten“ oder „wie ein kurzer Videodreh gelingt“. Anja Borberg: „Wir möchten helfen, dass möglichst viele Ausbildungsunternehmen digital präsent sind – gerade wegen der Corona-Einschränkungen.“

Mit dem Wechsel ins Digitale bieten sich für den Veranstalter der Berufsorientierungsbörse auch neue Perspektiven. Wo man bislang eher regional ausgerichtet war, hofft man nun auch auf überregionale Interessenten. Das werde eine spannende Entwicklung, ist Clauser überzeugt. Zudem: „Alles, was die Aussteller liefern, wird ganzjährig sichtbar sein“, verspricht der BOBVorsitzende. „Wir wollen uns nicht nur auf einen oder zwei Messetage konzentrieren.“ Daher ist auch eine Messe-Anmeldung zu jeder Zeit möglich. Und auch für die „Nach-Corona-Zeit“ gibt es schon erste Überlegungen. „Da könnte ich mir sehr gut ein Nebeneinander von Präsenzveranstaltung und digitalem Angebot vorstellen“, sieht Clauser positiv in die Zukunft.

Infos für Austeller und Besucher: www.bobplus.de

„Ausbildung 4.0 – Wir machen Sie fit!“
Gesellschaft für berufliche Förderung in der Wirtschaft e.V. (GBFW)
www.ausbildung40.koeln
Anja Borberg, gbfw.borberg@koeln.ihk.de Tel.: 0221 1640-6646

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