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Kein Ufo in der Wüste, sondern ein Kino: Das Cinestudio Namibe. Foto: Walter Fernandes
Leben

Angolas geheimnisvolle Kinokultur

Spektakuläre Architektur, mit der man an diesen Orten nicht rechnet: Angolas Lichtspielhäuser haben eine lange Tradition. Architekten entwarfen Filmpaläste, die sich in Form und Funktionalität dem tropischen Klima anpassten. Die Bauten entstanden zwischen 1930 und dem Ende der portugiesischen Kolonialzeit 1975. Ihre futuristische und visionäre Ausprägung zeigt, dass experimentierfreudige Architekten in den Kolonien mehr künstlerische Freiheiten hatten als im diktatorisch regierten Portugal.

Die Fotografien von Walter Fernandes, die in der neuen Ausstellung im Treppenhaus der IHK Köln gezeigt werden, öffnen den Blick auf dieses kaum bekannte Stück Baukultur. Die Bilder entstammen dem Fotoband "ANGOLA CINEMAS" von Walter Fernandes und Miguel Hurst, den das Goethe-Institut im Steidl Verlag herausgegeben hat. Die Ausstellung ist vom 20. September bis zum 3. November zu sehen in der IHK Köln, Unter Sachsenhausen 10-26, 50667 Köln. Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr.