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Im Beisein von IHK-Präsident Werner Görg und IHK-Hauptgeschäftsführer Ulf Reichardt trug sich die Bundeskanzlerin in das Gästebuch der IHK Köln ein. Foto: Olaf-Wull Nickel
Blickpunkt

Ein prominenter Start ins neue Jahr

Rund 500 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Kultur konnten IHK-Präsident Dr. Werner Görg und Hauptgeschäftsführer Ulf Reichardt zum Neujahrsempfang 2017 begrüßen. Prominente Gastrednerin: Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Text: Sabina Janssen

„Für uns ist es eine große Ehre, dass wir im Jahr des 220. Geburtstages der IHK Köln zum ersten Mal den deutschen Regierungschef empfangen können“, freute sich IHK-Hauptgeschäftsführer Ulf Reichardt über den Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel beim diesjährigen Neujahrsempfang der IHK Köln. Im festlich geschmückten Börsen-Saal begrüßte IHK-Präsident Dr. Werner Görg gemeinsam mit ihm die Kanzlerin, die eigens zum Neujahrsempfang nach Köln gereist war.

IHK-Präsident Dr. Werner Görg spannte in seiner Rede einen weiten Bogen von regionalen zu überregionalen Themen, von aktuellen zu grundsätzlichen politischen Fragestellungen: angefangen bei den Themen Fachkräfte und Integration von Flüchtlingen, über Verkehrsinfrastruktur und Digitalisierung, bis hin zu Europa, Globalisierung und internationalen Handelsabkommen. Neben qualifizierten Fachkräften, so der IHK-Präsident, sei vor allem eine gesunde, funktionsfähige Infrastruktur für unternehmerischen Erfolg entscheidend. Derzeit gelinge es allerdings noch nicht, den Renovierungsstau, der sich bei infrastrukturellen Maßnahmen in der Region aufgebaut habe, abzutragen. Lob gab es indes für die Kölner Oberbürgermeisterin: „Sie haben schon viel unternommen; lassen Sie nicht nach. Insbesondere bei der Verbesserung des Baustellenmanagements in der Stadt." Lob gab es von IHK-Seite auch für die im Oktober gegründete „Infrastrukturgesellschaft Verkehr“, in die Bund und Länder die Autobahnen überführen werden. Denkbar sei, so Görg, hier Teilprojekte mit privater Beteiligung zu initiieren.

Die IHK Köln mit ihren Tausenden von Mitgliedern ist eine starke Truppe.

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel ging auf die geschilderten infrastrukturellen Herausforderungen ein. Tatsächlich, so Merkel mit Blick auf die Länder, fehlten oft planungsfertige Infrastrukturprojekte. Für die Infrastrukturgesellschaft Verkehr sagte sie zu, offen für PPP-Projekte zu sein. Und die Kölner Oberbürgermeisterin habe ihr bereits versichert, dass beim Projekt „Rheinbrücke Leverkusen“ der Fokus klar auf möglichst schneller Fertigstellung liege.

Mit Applaus bedacht wurde Merkels Ankündigung, dass eine Verringerung des Instanzenweges bei Klagen gegen Bauvorhaben geplant werde. Und gerne angenommen wurden Lob und Dank dafür, dass Köln seit jeher für Weltoffenheit und Integrationskraft stehe und dies bei der Integration von Flüchtlingen erneut unter Beweis stelle. „Viel Arbeit ist notwendig um die wirklich Schutzbedürftigen integrieren zu können“, so Merkel. „Ich bin dankbar, dass die IHK das als zentrales Thema erkannt hat.“ Als „starke Truppe“, um den Kampf für die Menschen und für die freiheitlichen Grundprinzipien gemeinsam zu gestalten lobte Merkel die IHK Köln mit ihren Mitgliedsunternehmen.

„Das freut uns außerordentlich und spornt uns an, hier nicht nachzulassen“, versprach IHK-Hauptgeschäftsführer Ulf Reichardt.

Weitere Informationen und Impressionen rund um den Neujahrsempfang 2017:

  • Einen ausführlichen Artikel über den Besuch der Bundeskanzlerin finden Sie hier.
  • Impressionen des Abends liefert der Film auf dem Youtube-Kanal der IHK Köln.
  • Auf der Seite der Bundesregierung finden Sie die komplette Rede der Bundeskanzlerin.

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