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Ernst Oppler: Les Sylphides Hinter den Kulissen, Deutsches Tanzarchiv Köln
Leben

Die neue Jahresausstellung im Tanzmuseum Köln

Anlässlich des 150. Geburtstags des "Tanzmalers" Ernst Oppler (1867-1929) zeigt das Deutsche Tanzarchiv Köln vom 10. März an erstmals eine umfassende Retrospektive der Arbeiten mit Tanzbezug aus dem in Köln bewahrten Nachlassbestand Opplers.

Die Ausstellung lädt den Besucher ein, anhand von über 120 Exponaten die bildkünstlerische Auseinandersetzung Ernst Opplers mit dem Tanz kennenzulernen. Sechs thematische Kabinette präsentieren mit Gemälden, Druckgraphiken, Zeichnungen und Skizzen die Vielgestaltigkeit des seines künstlerischen Ansatzes. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem erstmals gezeigten zeichnerischen Werk. Gleich einem Besuch im Atelier ermöglicht die Ausstellung dem Betrachter damit auch eine Ahnung von Prozessen und Stadien der Entwicklung eines Bildes vom Tanz, das bei Oppler in vielerlei Hinsicht der Fotografie näher kam, als dies zuvor in der Malerei der Fall war.

Als Mitglied der Künstlervereinigung "Berliner Secession" und als bereits etablierter Gesellschaftsporträtist und Landschaftsmaler erlebte Ernst Oppler am 5. Mai 1909 eine künstlerische Sensation, die seinem Schaffen eine völlig neue Ausrichtung gab: das Russische Ballett mit seiner Solistin Anna Pawlowa.

Der 1929 verstorbenen Künstler Ernst Oppler war vor allem an der Bewegung der Tänzer interessiert, an den namhaften Solisten und an den einzelnen Balletten, die getanzt wurden. Er versuchte, den Tanz selbst festzuhalten. Im dunklen Zuschauerraum und auf der Probebühne versuchte er in Hunderten von Kohle-, Kreide- oder Bleistift-Skizzen die Tänzerinnen und Tänzer in der schnellen Bewegung zu erfassen. Später fertigte er im Atelier danach Zeichnungen, Radierungen und Gemälde an.

Zum Kreis der von Oppler Dargestellten gehören nicht nur die namhaftesten Solisten russischer Herkunft wie Anna Pawlowa oder Waslaw Nijinsky, sondern auch andere Tänzer in den 1910er und 1920er Jahren wie Josephine Baker, Leni Riefenstahl, La Argentina oder die Sacharoffs.

Weitere Infos auf der Homepage der SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn und ab 7. März auf www.der-tanzmaler.de.

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